Hi, ich bin Tina Jahns
Mein Lebensweg und warum er Teil meiner Arbeit ist
Mein Leben hat früh begonnen mir unbequeme Fragen zu stellen ...
Ich lebe seit meiner Geburt mit spinaler Muskelatrophie (SMA). Meine Lebenserwartung wurde auf 3 Jahre prognostiziert. Die Diagnose bedeutete für mich: Rollstuhl, körperliche Einschränkungen, 24-Stunden-Assistenz.
Ich führe ein Leben, das nie der Norm entsprochen hat, noch jemals wird. Ich lebe einen Alltag, der Planung, Anpassung und ständige Auseinandersetzung mit Grenzen verlangt.
Aber mein Leben hat mich auch früh gelehrt, genau hinzuschauen: auf mich, auf das Leben, auf das, was wirklich trägt.
Schon als Kind war mir klar:
Ich werde mir mein Leben nicht einfach „abholen“ können. Ich musste es mir immer wieder neu erobern, innerlich wie äußerlich.
Krisen als Wegweiser
Mein Lebensweg war geprägt von Situationen, in denen Aufgeben verlockend schien.
Phasen von Schmerz, Ohnmacht, Abschied und existenziellen Fragen. Momente, in denen nichts selbstverständlich war, nicht einmal der nächste Schritt.
Genau dort ist etwas entstanden, das mich bis heute trägt: ein stiller, kraftvoller Trotz, ein tiefes inneres Wissen.
Lebensfreude ist für mich kein Dauerzustand. Sie ist eine bewusste Entscheidung. Jeden Tag. Immer wieder aufs Neue!
Meine berufliche Entwicklung
Ich habe Sozialpädagogik studiert, weil ich verstehen wollte, was Menschen in Krisen wirklich brauchen. Nicht theoretisch, sondern menschlich.
Im Laufe der Jahre habe ich mich weitergebildet in:
- Peer Counselorin
- Qualitätsmanagerin
- Pferdegestützter Coach
- Spirituelle Lebensberaterin
- Hospizbegleiterin
Diese Vielfalt spiegelt meinen eigenen Weg wider:
kein gerader Pfad, sondern ein lebendiger Prozess.
Ich habe gelernt, dass Heilung Zeit braucht und einen Raum, um sich selbst wieder hören zu können.
Mein besonderer Hintergrund
Mein Leben im Rollstuhl, mit Assistenz, mit Abhängigkeiten im Außen und großer Freiheit im Innen, prägt meine Arbeit zutiefst.
Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn das Leben anders läuft als geplant. Ich kenne den Wunsch nach Unabhängigkeit. Ich weiß, wie einsam Krisen sein können. Aber ich weiß auch, dass man daraus, wie der Phönix aus der Asche, sich erheben kann.
Meine Begleitung entsteht genau aus dieser Erfahrung heraus:
- Nicht von oben herab.
- Nicht aus Mitleid.
- Sondern auf Augenhöhe.
Warum ich begleite
Mein eigenes Leben hat mich immer wieder an Schwellen geführt:
an Punkte, an denen alte Sicherheiten weggebrochen sind und neue Antworten noch nicht da waren.
Ich habe gelernt, diese Zwischenräume auszuhalten.
Nicht zu übergehen, nicht schönzureden sondern hindurchzugehen.
Ich begleite Menschen nicht, um sie zu „reparieren“. Ich begleite sie, weil ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn das Leben einen aus der Bahn wirft. Gerade deshalb lernt man mutig weiterzugehen, um etwas Kraftvolles entstehen zu lassen.
Genau dafür öffne ich Räume.
Wenn du hier bist
Vielleicht stehst du selbst an einem Punkt, an dem vieles wackelt.
Vielleicht spürst du, dass dein Leben nach Neuorientierung ruft.
Oder dass du dich selbst irgendwo verloren hast.
Dann bist du hier richtig.
Nicht, weil ich dir Lösungen verspreche.
Sondern weil ich dich auf deinem Weg begleite, durch die Wellen hindurch.
Trotzdem JA zum Leben.
Immer wieder.
